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    Selbstvertrauen und gute Stimmung sind Erfolgsgaranten. Mit gutem Beispiel voran: Ladies Captain, Clubmeisterin und die beiden Golf Pros des GCR.

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    Training bis zum Sonnenuntergang!

 

GOLFSPORT

 

Das Handicap (HCP)

Welche andere Sportart auf der Welt gibt es, wo der Kampf gegen sich selbst so viel Spaß macht und man jederzeit weiß, wo man steht. Spontan fällt uns da keine ein. Grund, ein Loblied auf das Handicap zu singen. Es ermöglicht nicht nur das Duell zwischen einem deutlich ungeübteren Spieler und einem Fortgeschrittenen auf Augenhöhe, es ist auch unbestechlicher Gradmesser der eigenen Form. Jederzeit kann der Spieler einen Vergleich zu dem per Handicap ausgewiesenen Leistungsstand und der tatsächlichen Form ziehen. Und wenn man in diversen Runden die Erkenntnis gewinnt, dass man doch besser spielt als es das Handicap angibt, in einem der zahlreichen Turniere seinen score verbessern.

Sofern Sie noch nicht Golf gespielt haben: Nach der Platzreifeprüfung beginnt man mit einem Handicap von -54. Das bedeutet, dass man als Anfänger auf jedem Loch 3 Schläge mehr benötigen darf, als es der Platzstandard vorgibt. Auf einem Par 3 sind also sechs Schläge erlaubt, auf einem Par 4 sieben und auf einem Par 5 acht Schläge. Spielt man sein Handicap, also sechs Schläge auf dem Par 3 erhält man dafür 2 Punkte. Ist man gar besser als das HCP gestattet, erhöht sich die Punktezahl je Schlag. Hat man also nur 5 statt 6 Schläge gebraucht, erhält man 3 Punkte, bei 4 Schlägen sind es schon 4 Punkte. Das Ganze funktioniert natürlich auch andersrum. Hat man beispielsweise 7 Schläge auf einem Par 3-Loch benötigt, gibt es für den HCP -54-Spieler nur noch einen Punkt. Bei 8 Schlägen geht man leer aus.

Im Laufe der Zeit verbessert sich das Spiel zwangsläufig und auch der Anfänger wird nicht auf jedem Loch 3 Schläge mehr benötigen, als es der Platz vorsieht sondern womöglich nur noch 2. Das Handicap und die erzielte Punktzahl sind dabei ein untrüglicher Gradmesser. Mit der Teilnahme an einem Turnier, in dem einem dann das bessere Handicap bestätigt wird, steigt nicht nur der Adrenalinspiegel obgleich der Verbesserung sondern auch die Handicapanzeige. Aus- 54 sind beispielsweise -44 oder gar -36 geworden. Je nachdem, wie wenig Schläge man gebraucht und wie viele Punkte man dafür (auf sein Handicap gerechnet) bekommen hat. Im Laufe der Zeit wird das Handicap immer weiter sinken. Und für manche, die nicht nur fleißig sondern auch mit Talent gesegnet sind, gibt es möglicherweise das Handicap 0. Dann braucht man sich auch nicht mehr mit Rechnungen und Punkten zu plagen, sondern hat ganz einfach den Beleg, dass man jedes Loch im Rahmen der Platzvorgabe spielt. Aber auch dann bleibt die Spannung. Denn erstens kann man sich darüber hinaus noch verbessern – die Handicap-Zählung geht bis in den Plusbereich (Profibereich) – und zweitens ist es auch eine Herausforderung, ein derart gutes Handicap, das dann ja bereits keines mehr ist, zu halten.

Doch zunächst sollte man kleine Brötchen backen und generell eine Verbesserung des Handicaps anstreben. Bereits eine Verbesserung in den 40er-Bereich ist für einen Anfänger schon sehr erfreulich und motivierend. Und wenn Sie nur mit durchschnittlichem Engagement dabei bleiben, lässt sich eine kontinuierliche Reduzierung des Handicaps nicht vermeiden. Garantiert.